Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. – Francis Bacon
Als ich mit diesem Blog angefangen habe und noch viel regelmäßiger als jetzt geschrieben habe, erstellte ich mir einen groben Plan wann und welcher Beitrag erscheinen soll. So stand auch das Thema DANKBARKEIT auf meiner Liste der Dinge, die ich hier gern thematisieren wollte. Wie bei allen anderen Beiträgen habe ich begonnen Notizen dafür in meinem Heftchen zu sammeln. Doch bin ich zu dem Zeitpunkt vor grob 1,5 Jahren nicht weiter gekommen als die Überschrift in mein Buch zu schreiben.

Ich war so frustriert, weil mir nicht wirklich etwas befriedigendes einfallen wollte… Zugegeben: ich war zu diesem Zeitpunkt sicherlich psychisch nicht so stabil wie heute. Daher fällt es mir jetzt deutlich leichter etwas zu dem Thema Dankbarkeit zu schreiben. Also los geht es!
Gesundheit
Klar, die Gesundheit trägt schon in großem Maße dazu bei, sich dankbarer zu fühlen. Etwas selbstverständliches glaubst du? Ich kann dir sagen, wenn du in der Situation bist, dass der Körper und/oder die Psyche nicht mehr so funktionieren wie vorgesehen, entsteht eine ganz neue Art der Wertschätzung.
Momentan geht es mir körperlich bezüglich der Anämie sehr gut! Auch psychisch ist es derzeit wirklich richtig gut. Nach dem Ende meiner Langzeit Therapie und einigen für mich bedeutenden Schlüsselmomenten in der Therapie fühle ich mich sehr stabil und verstehe mich besser als je zuvor.
Ich bin sehr dankbar dafür, gerade keinerlei gesundheitliche Einschränkungen zu haben und an allem teilnehmen zu können!!! Klar, niemand kann mir sagen ob es so bleibt, aber JETZT in DIESEM Moment ist es gut! Ich weiß, es könnte deutlich schlechter sein… Also genieße ich es lieber, dass es eben jetzt so ist… 🙂
Zeit
Es sind oft die kleinen Momente. So wie heute Morgen, als ich auf dem Weg zur Umschulung den wundervollen Sonnenaufgang fotografieren konnte, den ich hier als Beitragsbild verwende. Es klingt für dich vielleicht fürchterlich banal aber mal einen Moment innehalten und im hier und jetzt sein ist total gut. In der Reha lernte ich:
„Es gibt nur 2 Tage an denen du nichts tun kannst. – Der eine heißt Gestern und der andere heißt Morgen!“ Dalai Lama
Zu oft erwische ich mich, mit meinen Gedanken in der Vergangenheit oder der Zukunft zu sein. Dadurch bin ich zu blind Dinge wertzuschätzen die augenscheinlich vielleicht klein und „unwichtig“, quasi selbstverständlich sind. Doch gerade die kleinen und kurzen Momente zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht.
So bin ich zum Beispiel sehr dankbar für die Streicheleinheiten mit Cara, der lieben Hündin eines Bedürftigen, der in Hannover oft vorm Rewe sitzt, indem wir uns unser Frühstück holen in der Pause.
Freunde/Familie
Die Leute, die in guten sowie in schlechten Zeiten da sind, sind so wertvoll! Ich freue mich so sehr über die Menschen in meinem Leben, auf die ich wirklich zählen kann. Auch hier sind es die gemeinsamen Momente, die ich viel mehr wertschätze als früher. Wer weiß schon wieviel Zeit uns gemeinsam bleibt?! Durch eine schnelle schwere Krankheit, durch einen Unfall, durch persönliche Differenzen oder was auch sonst noch kann es schnell passieren, dass ein eben noch geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da ist.
Ich bin sehr dankbar am letzten Wochenende mit meiner Mama und meiner Schwester gemeinsam Boule gespielt zu haben.
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele wofür ich derzeit sehr dankbar bin! Ich könnte noch ganz lange so weiter machen. Wie ist es bei dir? Wofür bist du dankbar? Schreib mir doch gerne einen Kommentar…
4 Comments
TigA
August 13, 2024 at 10:57Ich bin dankbar, dass ich meine Familie habe! Und meine Freunde, zu denen auch du gehörst. Das Zeltlager mit dir tat unglaublich gut. Auch, wenn es körperlich anstrengend war, war es psychisch ein kleiner Erholungsurlaub mit Eisschokolade und guten Freunden!
Danke dafür!!
Ghostmeier
August 13, 2024 at 11:04Oooooh! Danke, liebe Jana! Ich kann das nur zurückgeben! Das war sooooo toll beim Zeltlager. Ich frag mich, warum wir uns immer mehr oder weniger aus den Augen verlieren und nur im FW Sinne treffen?! Das sollten wir ändern! Also auch dir DANKE!!!!!!!! Viele Grüße an Rapha und MAAAAAAAAAAAUSIIIIIII
caro
August 14, 2024 at 7:50sehr rührend geschrieben!! hab ein bisschen pipi in den augen.
ich bin dankbar, dass es mir an manchen tagen gelingt, leichtigkeit zu verspüren. außerdem dafür, dass ich statulik, ein ganz wundervolles pferd, pflegen und reiten darf.
danke für den reminder, mir
bewusst zu machen, wofür ich dankbar bin!
Ghostmeier
August 14, 2024 at 8:25Hey Caro, danke für deinen Kommentar! Ich würde mich freuen irgendwann der Pferd mal kennenzulernen! Meine Daumen sind gedrückt, dass die Tage an denen du Leichtigkeit verspürst mehr werden und du „manche“ durch „vielen“ tauschen kannst! 🙂